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"In der Vorbereitung zu „Ungeheuer? – Erforschung des Ungeheuren anstatt eines Gesprächs über Bäume“ haben Soukup und Augenfeld die Darsteller mit Behinderung zu Hause besucht und sie gefragt, was für sie ein Ungeheuer ist, also: wovor sie Angst haben, und was sie gerne spielen möchten. So kam zutage, dass das Ungeheure oftmals in uns selbst steckt. Und wir es wagen sollten, das Biest frei zu lassen. 

Und spätestens hier verlässt die Dramaturgie die kleine Bühne und greift nach der Welt da draußen. Dem großen Ganzen, das in diesen ungeheuren Zeiten einen reichen Fundus an Ängsten bietet, von denen frei zu machen sich lohnt: Sich frei machen von Angst in einer Zeit, in der die Welt – unsere doch über lange Zeit sehr komfortable und friedliche westliche Welt – scheinbar aus den Fugen gerät; Angst vor Despoten, ob diese nun Donald Trump oder Frauke Petry heißen; Angst vor Flüchtlingen, oder vor einem eintönigen, zu beschaulichen Leben, das wir nur wählen, weil wir Angst haben, etwas zu riskieren."

Frankfurter Rundschau,02.02.2017,Boris Halva

 Beim inklusiven Projekt des Theaterlabors Darmstadt geht es turbulent zu.Das Theaterlabor hat unter der Regie von Max Augenfeld (Dramaturgie mit Nadja Soukup) ein Theaterstück inszeniert, bei dem Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung auf der Bühne agieren. Über das Thema „Ungeheuer“ wurde in der viermonatigen Probenphase viel diskutiert. So kam das Fragezeichen hinter den Titel – auf der Bühne wird der Begriff spielerisch einer Prüfung unterzogen. Neben dem Thema geben ein stimmiges Bühnenbild und Kostüme (Ausstattung Martina Zirngast) und eine gute Choreographie (Yungeon Kim) einen sicheren Rahmen.  

 

Darmstädter Echo, Bettina Bergstedt, 02.02.2017

 

Einladung zu den Hessischen Theatertagen 2017